Netaudio Revisited

Eike Kuehl von thelastbeat.com hat einen excellenten Diskussionsbeitrag zum Thema netaudio in seinem ansonsten auch sehr lesenswerten Blog gepostet. Sein Aufhänger ist die jüngste Entscheidung von Thinner, in Zukunft eine Vielzahl der Releases nur noch gegen Bezahlung anzubieten… :

Eine der größten Meldungen der letzten Wochen war sicherlich der Entschluss von Thinner, nach über hundert Gratis-Releases in Zukunft auf bezahlte Downloads zu setzen, allerdings in Verbindung mit weiteren klassischen Gratis-Veröffentlichungen. Ein Entschluss, der die Netaudio-Szene in zwei Lager spaltet, wie man an den zahlreichen Kommentaren unter dem entsprechenden Eintrag auf thinnerism erkennen kann, und auch auf anderen Seiten besprochen wird. Prinzipiell stimme ich mit Sebastian Redenz Argumentation überein, die er im Verlauf des Artikels entfaltet, aber ich möchte noch auf einige Punkte etwas genauer eingehen, die meiner Meinung nach das größte Diskussionspotential bieten. Es sei gesagt, dass ich kein dogmatischer Netlabelfanatiker bin, und eher als Außenstehender die Sache betrachte, was meine Meinung sicherlich beeinflusst. Auch sehe ich in Netlabels nicht mehr die “Revolution”, die sich viele vielleicht einmal erhofft haben. So sehr ich die Philosophie und die Einstellung auch mag – Musik wird immer eine Ware bleiben, nicht zuletzt für den, der sie produziert und auch davon leben möchte.

Kuehls Thesen:

1) Die Rezeption von Netlabels und Netaudio muss sich ändern,
2) Netaudio ist kein Ersatz für physikalische Tonträger,
3) Netaudio muss kostenlos sein und
4) Netlabel ist nicht gleich Netlabel…

Den ganzen Artikel sowie einige interessante Kommentare findert ihr hier!

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